Sommerurlaub auf Elba

Für leckeres Essen, Kinderliebe und vor allem die fröhliche Lebensart sind die Italiener bekannt. Ich verbinde mit der Landschaft Italiens malerische Fischerdörfer und blaues Meer. Elba erschien uns mit unserem inzwischen 5jährigen Sohn als das geeignete Reiseziel. Anreise ca. 8 Stunden, eine kurze Fährfahrt von einer Stunde und auf Elba noch einmal 30 Minuten mit dem Auto war der Plan.

 

Als Tauchbasis schwankten wir zwischen Omnisub und Aquanautic. Aufgrund der guten Bewertungen im Internet, der Nähe zum Campingplatz und der Möglichkeit, sein Equipment auf dem Boot lassen zu können, entschieden wir uns für Omnisub in der Barbarossabucht.

 

Am Freitag, den 24.08.18 um 4:00 sind wir gestartet. Auf der Straße alles ruhig. Fähre ist für 14:30 gebucht. Kurz nach 12:30 sind wir schon in Piombino, einer grässlichen, dreckigen Hafenstadt. Wir haben Glück und können schon eine Fähre früher um 13:00 nehmen.

 

Kurz vor 15:00 kommen wir am Campingplatz Camping Arrighi an und wir können gleich einchecken. Wir haben eine Ferienwohnung gebucht. Die Unterkunft ist sauber, wenn auch schon etwas in die Jahre gekommen, original 70er Jahre Style!

 

Anschließend besuchen wir gleich den Strand und natürlich will ich sehen, wie die Tauchbasis ausschaut. Erster Eindruck – recht überschaubar. Ich kann nächsten Tag gleich mitkommen. 9:00 Uhr Abfahrt. Erste Hiobsbotschaft: Nein sie können mir nicht vorher sagen wohin wir fahren, der Tauchplatz wird immer erst am Boot entschieden! Wer mit einer Spiegelreflexkamera unter Wasser fotografiert weiß, dass das ein Desaster ist. Ich muss meine Kameraausrüstung am Festland zusammenstellen und entscheiden welches Objektiv ich für den geplanten Tauchgang verwenden werde. Ich verstehe nicht was im Kopf solcher Basisleiter vor sich geht. Sie wissen wer tauchen geht, sie wissen vom Wetterbericht wie das Wetter wird, ob es stürmt oder schneit, aber sie können nicht vorher sagen welche Tauchplätze sie anfahren.

Ok – nächster Tag 9:00 1. Ausfahrt. Alles gut. Ich bin auf dem geräumigen Boot mit 2 weiteren Tauchern an Bord. Nachdem ich keinen eigenen Tauchbuddy habe, begleitet mich Manuel, ein Guide. Guter Taucher, gutes Auge – kann mir viel Makromotive, vor allem Schnecken zeigen. Vielen Dank! Schöner Tauchgang. Am Nachmittag um 14:30 Tauchplatz ein Flugzeugwrack. Wegen des starken Wellengangs kann Markus der Bootsführer und Basisleiter angeblich nichts anderes anfahren. Warum er das nicht schon um 12:00 wusste, entzieht sich meinem Verständnis. Ich besichtige jetzt mit meinem 100er Makroobjektiv ein Flugzeugwrack eines kleinen Motorflugzeugs. Nach 10 Minuten ist alles gesehen, was es zu sehen gibt und das Flugzeug dreimal umrundet. Zu allem Überfluss ankert neben uns noch ein Tauchboot mit 10 Tauchanfängern, die neben uns rumwirbeln. Der Mensch gehört eben zum Wirbeltier!

 

Die nächsten zwei Tage bin ich zusammen mit meiner Familie unterwegs. Erhole mich von meiner Enttäuschung. Besichtigung eines Tagebergbaus in Rio Marina. Hat Spaß gemacht. Kann ich für Kinder unbedingt weiterempfehlen.

 

Am Dienstag ging es dann wieder ins Wasser. Zu meinem Entsetzen aber nicht mehr beschaulich mit ein paar weiteren Tauchern. Nein. Das Boot war rappelvoll. Anrödeln in 3 Gruppen! Rudeltauchen! Hurra! Was sich im Internet und beim ersten Betrachten so positiv anhört, dass die Flaschen an Bord gefüllt werden, und deshalb das Schleppen entfällt, entpuppt sich jetzt als ohrenbetäubende Lärmbelästigung. Die Flaschen müssen natürlich bei laufendem Motor also während der Fahrt gefüllt werden und der Kompressor ist nicht vom Typ Flüsterer. Abgase vom Schiffsdiesel schwängern die Luft an Bord. Dieselbe Luft, die in die Flaschen gepresst wird. Bäh! 

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